Hallo zusammen
At A Glance Author Fiore Contact Fiore@bme.anon When A month ago Artist Franzi Studio Burning Heart Location Giessen
Ich bin seit einiges Jahren ziemlich an Piercings interessiert und hab mir zum 18 Geburtstag ein Piercing in der rechten Brust - warze geschenkt. Das hatte ich allerdings bei einem Arzt stechen lassen und dieser hat es leider völlig falsch, schief und viel zu flach gestochen.
Also hab ich es ein halbes Jahr später richtig gemacht und mir in einem professionelen Piercingstudio den linken Nippel piercen lassen, ein halbes Jahr später, und diesmal richtig, wieder den rechten. Ich bin mit beiden Piercings absolut zufrieden und möchte sie nicht mehr missen - die Abheilphase war innerhalb von 2 Monaten vollständig vorbei. Seitdem tragte ich Shields, Ringe und Barbells im Wechsel.
Mein Entschluss stand fest, dass ich mich nur noch in professionelle Hände begeben werde, da Ärzte zwar Ahnung von der Hygiene haben, aber leider kaum Erfahrung, das die Ästhetik und richtige Plazierung eines Piercings angeht. Es ist mir ausserdem wichtig, dass der Piercer genauso viel Spaß hat und genausoviel für Piercings empfindet und es nicht nur aus kommerziellen Zwecken sticht.
Dann war erstmal ein Jährchen Piercingpause, in der Zeit hab ich mich mehr Tätowierungen zugewendet. Nun habe ich ein wunderschönes florales Jugenstilmotiv in weißer Farbe auf der Innenseite meines linken Oberarms, das nach und nach erweitert wird. Ich bin absolut Begeistert davon, obwohl ich zugeben muss, dass ich das Piercen dem Tätowieren bevorzuge.
Ich spielte allerdigs schon lange Zeit mit der Idee eines Intimpiercings, wusste aber nicht, an welchen Piercer ich mich wenden sollte. Dem sollte man ja aufgrund der heiklen Stelle schon absolut vertrauen und auch besser kennen, das ist jedenfalls meine Meinung.
Als ich zum studieren nach Giessen zog, fing ich an, in einem Cafe zu arbeiten. Dort lernte ich eine nette Kollegin kennen, die, wie es der Zufall wollte, auch in einem Tattoo- und Piercingstudio arbeitete. Da jedoch ihr Chef beschloss, mit dem Laden innerhalb der Stadt umzuziehen, dauerte die Umsetzung meines Wunsches noch ein knappes halbes Jahr. Irgendwann fand auch meine Mitbewohnerin Gefallen an der Idee eines Intimpiercings und wir beschlossen, das wir die Sache ja auch zusammen durchziehen könnten.
Wir sprachen also mit Franzi alles ab - für sie war es das erste mal, dass sie Intimpiercings stach - und liessen uns einen Termin geben zu dem wir dann auch ziemlich aufgekratzt erschienen.
Dort angekommen war das Studio gefüllt mit einer Horde sehr sympathischer Bandmitglieder einer Metalgruppe, die dort vor ihrem Konzert eingefallen waren, um sich piercen zu lassen. Wegen dieser Verzögerungen gingen meine Mitbewohnerin und ich nochmal mit der Piercingerklärung in ein Cafe und füllten sie dort bei einem Kaffee aus (wobei wir gleichzeitigt überlegten, wieviel andere Piercings wir uns wohl noch wo zulegen werden)
Der Piercing- und Tattoo laden ist in der Innenstadt gelegen und slebst im Empfangsbereich ist alles absolut hygienisch und sauber gehalten, sodass man sich auf anhieb sehr wohl fühlt.
Wieder im Studio begab sich meine Mitbewohnerin als Erste tapfer unter die Nadel während mein Freund und ich uns mit dem Chef des Studios unterhielten.
Nachdem meine Mitbewohnerin mit ihrem frischgestochenen inneren Labia ziemlich breitbeinig wiederkam, begab ich mich zum fröhlichen Piecksen.
Angenehm war die lockere Atmosphäre, wir unterhielten uns über die Position, die Größe des Ringes und wie Franzi es am Besten stechen könnte. Nach einigem Hin und Her waren wir uns in allem Einig und der Spaß begann.
Franzi desinfizierte mit Alkohol, was mich fast bis unter die Decke springen liess: Da ich frisch rasiert war, brannte es wie die Hölle.
Nach dem Anzeichnen und Durchleuchten der Clit-Vorhaut ging es ganz fix- Klammerzange dran, Nadel durch und dann auch schon den Ring eingefädelt, was ein bischen geziept hat. Doch im Gegensatz zum Alkohol war das Stechen nicht weiter schlimm. Auch das Einfügen der Kugel in den kleinen Klemmring ging im Gegenatz zu anderen Erfahrung völlig unproblematisch vonstatten.
Anschliessend kam noch ein bischen desinfizierendes Gel drauf und fertig war es. Ich war begeistert, alle anderen auch und so ging ich ziemlich cowboymässig nach Hause.
Die Anheilung war das einfachste an der ganzen Geschichte. Dank Kamillosanlösung, Tyrosurgel und eingehaltenen Hygieneregeln dauerte die Abheilung grade mal eine Woche. Ab und an hat sich zwar eine kleine Kruste gebildet, was beim natürlichen Bewegen des Ringes, beispielsweise beim Gehen, etwas zwickte. Beim Duschen allerdings löste sich das ganz leicht - es war also alles nicht schmerzhaft oder unangenehm. Und gleich danach hab ich mir den Ring von Franzi in einen kleineren wechseln lassen, was genauso einfach ging wie alles übrige.
Ich denke, das demnächst ein Nabelprojekt folgen wird. Im Gesicht allerdings möchte ich keinen Piercings haben. Aufgund meines Berufswunsches im Gastronomiebereich macht sich ein Piercing hier wahrscheinlich weniger gut.
Ich kann ein Hoodpiercing nur empfehlen - es sieht verdammt hübsch aus und macht im Bett unheimlich Spaß. Man sollte sich allerdings nur in vertrauenswürdige Hände begeben, damit man auch von Anfang an nichts bereut und sich nicht über verpatze, schiefe oder entzündete Stichkanäle ärgern muss.
Viel Vergnügen beim "Stechenlassen"