Was soll ich Euch über mein Piercing in der Klitoris berichten? Mein Freund, mit dem ich nun schon seit über zwei Jahren glücklich bin, hat mir erzählt, dass er an Intimpiercings großen Gefallen findet. Ich habe zwar drei Tattoos (ein großes Tribal auf dem Rücken, eines auf meiner rechten Brust und eines auf meinem Schamdreieck), aber ich hatte vor großen Nadeln schon immer furchtbare Angst. Diese Angst vor Nadeln war der einzige Grund, mir kein Piercing stechen zu lassen. Bis dahin hatte auch ich mit meinen Tätowierungen meiner Ansicht nach auf jeden Fall genug Körperschmuck. Ich muss gestehen, dass ich Piercings im Gesicht auch nicht so schön finde, mir so etwas auch beruflich gar nicht erlauben dürfte, doch mein Freund ist ganz verrückt danach und hat mich so auf den Geschmack gebracht. Also wollte ich wenigstens eins, das niemand sonst sehen kann.
At A Glance Author Sarah When Three months ago Artist meine Freundin, Krankenschwester Studio bei ihr zu Hause Location Berlin Eine Bekannte meiner besten Freundin ist Krankenschwester und meine Freundin erzählte mir eines Abends, dass sie, Ina, auch privat piercen würde. Ich war mir nicht sicher, wie meine Freundin reagieren würde, sagte also nichts von meiner Idee, meinen Freund damit zu überraschen.
Ich sah also bei der nächsten Gelegenheit in ihrem Handy nach der Nummer dieser Bekannten und nahm mir vor, diese zu kontaktieren. Fast drei Wochen vergingen, ich hatte diesen Gedanken schon wieder aus meinem Kopf gestrichen, doch dann fasste ich all meinen Mut zusammen. Ina und ich machten ein Treffen aus, und sie berichtete mir ausführlich über alle Möglichkeiten, eine geeignete Stelle zu wählen, ebenso klärte sie mich über Risiken auf. Wir einigten uns, keine Betäubung zu wählen, denn an dieser Stelle wäre es ohnehin schmerzhaft. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, mir minutenlang Eiswürfel an meine Klitoris zu halten.
Wir machten also einen Termin bei ihr zu Hause aus. Ich war schon Tage vorher völlig aufgeregt und ängstlich, hatte mir aber fest vorgenommen, meinen Freund nicht einzuweihen.
Als ich in ihr Treppenhaus ging, war mir schon richtig schlecht vor Angst, ich beschloss, die ganze Aktion auf der Stelle abzubrechen.
Zurück an der Eingangstür angekommen, wollte ich dann doch wieder diesen wahnsinnig tollen Schmuck nach Hause tragen.
Also bin ich wieder die ganzen Stufen bis in den dritten Stock hinauf...
Ich betrat die sehr gemütlich eingerichtete Wohnung und fühlte mich dann tatsächlich gleich viel besser. Der erste Schritt war schließlich damit getan. Wir setzten uns gleich in ihr Schlafzimmer (ihren Mann hatte sie vernünftigerweise ins Kino geschickt), und wir sprachen nochmals lange über das Piercing, bis ich dann sagte, es könne losgehen.
Sie ließ mich alleine in ihrem Schlafzimmer, ich zog mich in Ruhe aus und legte mich auf das vorbereitete Bett. Sie kam dann auch schon mit Handschuhen ins Zimmer und ich spreizte meine Beine. Es war mir in diesem Moment fast ein wenig peinlich, aber sie legte mir so routiniert ein Kissen unter den Po, desinfizierte meinen Intimbereich ausgiebig, besonders die Klitoris, so dass mich jede Angst verließ. Ich war nur noch ganz verrückt aufgeregt, wie das Ergebnis aussehen würde!
Ina erklärte mir dann auf meinen Wunsch hin jeden einzelnen Schritt, zeigte mir noch einmal jedes ihrer Instrumente. Sie fasste meine Klitoris in einer gebogenen Zange zusammen, was schon ein sehr merkwürdiges Gefühl war. Mit der anderen Hand stieß sie dann sehr schnell die Nadel durch meine Klitoris hindurch.
In diesem Augenblick schossen mir die Tränen in die Augen, ich hatte wahnsinnige Schmerzen. Ich bat sie, sofort abzubrechen. Doch sie meinte nur, dass das schon alles war. Das Ganze ging wirklich unglaublich schnell, alles, was sie noch tat, war mit Hilfe der Kanüle den Ring einzuführen.
Ich sah mir mein erstes Piercing in völliger Begeisterung mit einem kleinen Handspiegel an.
Ja, so konnte ich nach Hause fahren und es meinem Schatz vorführen!
Die Heilung war nach ca. drei Wochen komplett, ich habe so ziemlich alles getan, um mir die Schmerzen erträglicher zu machen, das heißt mich z.B. noch häufiger und gründlicher als gewohnt gewaschen. Ich habe fast nur Röcke getragen, weil mein Piercing bei engen Hosen doch sehr wehgetan hat. Die ersten Tage habe ich sogar auf Unterwäsche verzichtet und nur einen Rock getragen, damit nichts drücken konnte. Natürlich habe ich die Zeit über auch auf Geschlechtsverkehr verzichten müssen, aber das hat meinem Freund und mir wenig ausgemacht, denn wir wussten ja, wofür wir dies taten. Am Ende hat es sich wirklich gelohnt, denn es ist ein unglaublich schönes Gefühl, wenn mein Freund oder ich es berühren.
Am tollsten jedoch finde ich, dass ich etwas getan habe, das ich eigentlich immer schon gewollt habe, aber mich nie traute, und jetzt bin ich sehr, sehr glücklich mit meinem neuen Spielzeug!
Also: wenn ihr auch soviel Angst habt, wie ich sie hatte: Traut Euch! Die Schmerzen sind bald vergessen! Schöne Grüße, Sarah
P.S.: meiner Freundin habe ich es dann doch noch gezeigt. Sie findet es irre aber auch irre schön und will nun ebenfalls eines...