Aus Fehlern soll man lernen
At A Glance
Author der_narr
Contact der_narr@bme.anon
IAM der_narr
When A year ago
Artist anonym
Studio @home
Location Essen / Duisburg
Also gut, nach einigen Erfahrungsberichten zu gut verlaufenen Piercings werde ich jetzt meine bisher schlechteste Erfahrung beschreiben. Was mein Fehler war und wieso mich das Ganze noch heute so nervt könnt ihr gleich bestimmt verstehen...
Die Piercerin wird nicht namentlich erwähnt, um ihr nicht persönlich zu schaden.

Stechen auf 1,6mm:

Im November 2003 wollte ich mich wieder piercen lassen, endlich sollte der rechte Nippel dran glauben. Meine damalige Freundin liess sich von einer Bekannten piercen und überredete mich, auch mein nächstes Piercing dort erledigen zu lassen. Anfangs war ich recht ablehnend gegenüber dieser Idee, gerade da ihre Piercings teilweise schief oder schlecht gestochen waren. Doch verliebt wie ich war ließ ich mich breitschlagen und wir fuhren nach Essen, wo die besagte Bekannte bei sich daheim pierct(e ?).

Dort angekommen platzten wir mitten ins Abendessen der Familie hinein, mussten also ncoh etwas warten und setzten uns solange ins Wohnzimmer. Nach einiger Zeit war das Abendessen vorbei und ich sollte nun „leiden". Also nochmal schnell auf die Toilette und dann gings ans Eingemachte.

Die Piercerin maß meine Brustwarze aus und markierte die gewünschte Einstichstelle und Austrittspunkt und Schnitt dann ein Stück PTFE zurecht, welches der Ersteinsatz werden sollte. Der Schmuck wurde zusammen mit den beiden Kugeln in einer Lösung zum Oberflächensterilisieren gereinigt und lag dann bereit. Sie setzte die Zange an meine Brust an – dies war schhmerzhaft, jedoch nciht unangenehm – und durchstach meine Brust mit einer 2,1mm Nadel. Dieser Moment war unglaublich schmerzhaft und mein gesamter Rücken verkrampfte sich in dieser Sekunde. Auch das darauf folgende Einsetzen des Schmucks ging nicht ohne Probleme vonstatten, da ich leicht blutete und die Piercerin die Kugel nicht auf den Barbell geschraubt bekam.

Trotzdem waren wir dann irgendwann durch und ich auch recht froh, dass die Geschichte erstmal vorbei war, also fuhren wir wieder zurück nach Duisburg. Im Auto jedoch blieb ich unglücklich mit dem neuen Piercing am Gurt hängen – riss es dabei an, und begann stark zu bluten.

Die Abheilung war danach jedoch recht unkompliziert, ich reinigte das Piercing regelmässig und hatte keine weiteren Probleme. Dann jedoch setzte ich einen 1,6x13er Circular Barbell ein, und weiterer Stress entwickelte sich – abends hatte ich, da ich offensichtlich einen zu geringen Innendurchmesser gewählt hatte – auf der rechten Seite eine große Blase. Also entfernte ich den Ring, drückte die Blase aus und beschloss, da das Piercing zu allem übel auch noch schief gestochen war – das Loch verheilen zu lassen.

Der Entschluss stand keine 8 Stunden, da bereute ich meine Entscheidung und versuchte, den Barbell wieder durch das Loch zu bekommen – aber scheiterte kläglich. Unter der warmen dusche und mit einigen scherzen gelang es mir dann doch noch, den Barbell durchzudrücken...

Dehnen auf 2mm:

Das Dehnen des Piercings auf 2mm war recht einfach, jedoch auch ziemlich schmerzhaft. Ich hatte bei Wildcat einen 2mm Barbell gekauft und schon auf dem Heimweg fingen meine Finger an zu kribbeln – ich konnte es nicht erwarten, die Brustwarze zu dehnen.

Also entfernte ich den 1,6er Barbell und schob meinen Taper von rechts und links bis zur Schmerzgrenze in das Loch, sprühte dann etwas Octenisept auf den 2mm Barbell und drückte ihn durch das hinein – fertig war ich.Beim Abheilen gab es keinerlei Probleme.

Dehnen auf 2,4mm:

Wie im ersten Fall ist auch hier wieder Wildcat schuld an der ganzen Misere – ich hatte zu viel Geld, sie den Barbell in 2,4mm. Wieder zu Hause angekommen setzte ich mich an den Schreibtisch und zog mein T-Shirt aus, sprühte Octenisept auf den neuen Schmuck, entfernte den alten 2mm Barbell und drückte den 2,4er durch das Loch. Dies war recht schmerzhaft aber sobald ich fertig war stand ich mit leicht debilem Grinsen vorm Spiegel und freute mich.

Dieser Dehnschritt liegt jetzt 7 Monate zurück udn ich hatte keine Weiteren Probleme mehr mit meiner Brustwarze. Sie hat sich gegenüber der linken Brustwarze jedoch stark vergrößert und ist berührungsempfindlicher geworden.

Generell:

Ich weiss, dass es ein Fehler war, mich „privat" piercen zu lassen, sowohl die Fähigkeiten der Piercerin als auch die hygienischen einrichtungen entsprachen nicht denen, die ich von anderen Studios gewohnt bin. Also, seid bitte nicht so dumm wie ich, vor allem wenn ihr schon wisst, dass ein Piercer sein Handwerk nicht versteht, und gebt lieber 20€ mehr aus und seid glücklich.

Wie immer gilt: Fotos vom Piercing findet ihr auf meiner iam Seite und in den BME-Galerien, wer ncoh weitere fragen an mich hat ist hiermit eingeladen, sie zu Stellen.

Schönen Dank fürs Lesen, ich hoffe es hat euch allen gefallen (und eventuell auch was beigebracht).

Frohe Weihnachten,
Alex


Disclaimer: The experience above was submitted by a BME reader and has not
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