Septum dehnen von 1.6mm auf 2.0mm und dann zu 3.2mm
At A Glance
Author Chr1z
IAM Chr1z
When A month ago
Artist Jan
Studio Wildcat
Location Essen, Germany
Bis zum September 2004 hatte ich zuvor mehrmals ein Septum Piercing gehabt, ich hatte es jedesmal wegen unterschiedliche Beweggründe heraus genommen... im Grunde lag es aber wohl daran, dass ich mich nie getraut habe, mit einem Ring in der Nase herum zulaufen und ein "Stecker" im Septum-Piercing mir zulangweilig war.

Dem entsprechend tat das stechen des letzten Septum Piercings auch argh weh - weil sich nach 4-5x stechen des Septum Piercings gutes Narbengewebe gebildet hat, welches man nicht ganz einfach durchstechen konnte. Mein Piercer mußte schon wirklich sehr viel kraft aufbringen umdurchzukommen.

Problem war auch gewesen, dass es eigendlich unmöglich war, die Beteubungsspritze (die zuvor immer gesetzt wurde), bei dem starken Narbengewese vernüpftig zusetzten, da die Nadel zuschmal war und nicht kräftig genug um genau in der Mitte der Nasenscheidewand plaziert zuwerden (für die Beteubungsflüssigkeit).

Um noch was hinzuzufügen. Mein erstes Septum Piercing wurde bei mir im liegen gestochen und war direkt schief. Danach kam ich auf die Idee, es im sitzen stechen zulassen. Der Piercer hat es mit der "Septum Zange" plaziert und ich habe in meiner linken Hand einen Spiegel gehalten und habe geguckt, ob es nach meiner Ansicht nach gerade ist. Eine zweite Person, die hinzu gezogen wurde, hatte sich auch nochmal vergewissert. Diese Methode hatte ich eigendlich eine gute Quote gebracht und 4 von 4 mal stechen, war das Septum Piercing total gerade gewesen.

Weil das problem ist beim Septum Piercing einfach dies, das die Zange, die extra für das Septum Piercing konzepiert wurde, auch nicht wirklich eine bessere Methode ist, damit das Piercing gerade wird. Zudem kommt das problem das es nicht nur links/rechts zutief/zuhoch sein kann, sondern zudem kann es auch nach vorne/hinten verschoben sein (sprich: in allen Richtungen).

Und im liegen, ist es meiner Ansicht nach, unmöglich - genau einzusehen ob es gerade oder nicht gerade ist, da der Piercer einen unglücklichen Blickwinkel hat.

Somit mußte das Stechen ohne Beteubung vorran gehen, was zudem wiedermal eine neue Erfahrung war - da es alleine beim 3./4. stechen, trotz Beteubungsspritze schon wirklich sehr schmerzhaft war.

Als das Septum Piercing abgeheilt war, kam ich im Oktober auf die Idee, das Septum Piercing von 1.6mm zu 2.0mm aufzudehen...

Ich denke, der Hauptbeweggrund war es, dass mir einfach der 1.6mm Ring in der Nase zuklein war und ich es optisch zu "winzig" fand.

So ging es mir zuvor aber auch schon mit meinem gedehnten Ohrlöchern.

Ich denke, es ist eine Sache der gewöhnung. Anfang erscheit es einem immer so groß und heftig - aber nach kurzer Zeit kommt es einem doch ehr klein und winzig vor und der Ersteindruck läßt deutlich nach.

Ich ging zu Wildcat in Essen, habe dort den passenden 2.0mm Schmuck gekauft und der Piercer, Jan, hatte es mir dann kostenlos aufgedehnt mit einem Dehnstab aus Titan.

Nach meinem Zeitgefühl hatte das Dehnen so ca. 3-4min gedauert und verlief ohne Blut etc.

Die Nase war danach etwas gereitzt und das Schmerz gefühl war zuertragen. Nach dem Dehnen ist das Schmerzgefühl schnell abgeklungen und war ca. nach einer Stunde weg.

Mann konnte es verleichen, als würde das Septum Piercing frisch gestochen...

Das kam einen auch so vor, weil der Ring noch recht fest in der Nase saß und man ihn nur mit großer mühe hin und her bewegen konnte.

Im November tat ich dann den für mich bis heute unglaublichen Schritt von 2.0mm auf 3.2mm. Wildcat hatte einen Speziellen Piercing Schmuckring angeboten (welchen man nicht in Worten erklären kann), den es aber erst ab 3.2mm gab.

Ich wollte nicht extra von 2.0 auf 2.4mm und dann auf 3.2mm dehnen (wie es mir jeder vorgeschlagen hatte), sondern direkt von 2.0mm auf 3.2mm dehnen, lassen.

Wiedereinmal ging ich so nach Wildcat in Essen, hab mir den neuen Schmuck gekauft und habe beschlossen, es dann direkt von 2.0mm auf 3.2mm hochzudehen.

Das dehnen von 2.0mm auf 3.2mm kann man schon als horror darstellen.

die ersten 0.2mm verliefen eigendlich identisch wie von 1.6mm auf 2.0mm doch um so weiter man gedehnt hatte um so heftiger wurde der Schmerz. Es war ein Pochen in der Nase und ein brennen. Der Schmerz hatte soweit ausgestrahlt das er bis in die unteresten Zahnwurzeln herein gezogen ist und mir diese dem entsprechend auch weh taten.

Es wurde ca. von 2.0 auf 2.6mm gedehn (hatte ca. 5-6 min gedauert), danach hatte der Piercer eine kleine Pause gemacht ( ca. 5-8 Min.) und danach wurden die restlichen mm gedehnt (auch wieder ca 5-6 min.).

Wobei die letzten mm dann Problemlos verliefen ohne großen Wiederstand des Gewebes.

Trotz des großem Schmerzes hatte es nicht geblutet oder ähnliches.

Der große Nachteil bei dieses Aktion wars auch, dass der letzte, echt heftige Schmerz beim Dehnen und das dazu gehörige Ziehen bis in die untersten Zahnwurzeln dann ca. 6-7h nach dem dehnen noch anhielten. Erst am späten Abend, hatte ich keine Schmerzen mehr verspürt.

Am nächsten Tag war von der Dehnprozedur nichts mehr zumerken, außer dass der Ring (wie vom dehnen von 1.6mm auf 2.0mm) noch ziemlich fest in der Nase saß.

Ein paar Tage (ca. 5-6) war das Gefühl von Septum Piercing so, als hätte ich es schon jahrelang auf 3.2mm gehabt. Der Ring ließ sich problemlos hin und her bewegen ohne Wiederstand.

Die Dehn-Aktion von 2.0mm auf 3.2mm beim Septum Piercing war bis jetzt das heftigste, was ich jemals erlebt hab. Da kam bis jetzt kein Schmerz dran, selbst das Tattoo direkt auf meinem Knöchel nicht.

Eventuell hatte auch die große Anzahl von Narbengewebe in der Nase (durch zuvor, mehrmals Stechen des Septum Piercings), zu diesem unbeschreiblichen Schmerz geführt.

Ich kann aber auch nicht wirklich davon abrathen, weil es nur ein 1/2 Tag betreffend ist und man danach nie wieder Schmerzen vom Dehnen hat und viel freude mit dem "neuen" Septum Piercing und Schmuck.


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